Didaktisches Coaching
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Praxisfelder

... des didaktischen Coachings sind die Bereiche des unterrichtlicher Kompetenzen und Qualifikationen in den Institutionen der allgemeinen und der beruflichen Bildung. Weil es auf die Qualität von Unterricht ankommt, sollten die Unterrichtenden eine professionelle Kompetenz erwerben, anwenden und weiterentwickeln können.Didaktische Kompetenzen und Qualifikationen besitzt (und schult) bekanntlich, wer nicht nur die Kunst des Unterrichtens einigermaßen gut beherrscht. Denn das gelingt, wie wir wissen,  nicht ohne nachzudenken, zu überlegen, zu planen, sich zu informieren und zu orientieren; nicht ohne Reflexion und Antizipation, ohne Sachverstand und Phantasie.Das betrifft sowohl die Inhalte, die Ziele, die Wege, die Mittel und die Ergebnisse als auch die Bedingungen und Folgen des unterrichtlichen Handelns. Das Unterrichten ist auch für Professionelle immer ein Stück Routine - und zugleich ein Stück Experiment. (Didaktische Gedankenexperimente und Selbstversuche eingeschlossen.)Und dieses Experimentelle hat nicht nur mit dem Knowing How sondern auch mit dem Knowing That des Unterrichtens zu tun: Das Handeln, Wahrnehmen, Verstehen und Begreifen des Unterrichtens bedarf des Wissens. Man sieht nur, was man weiß. Und  man versteht auch nur, was man kann. Beides. Zwei Erkenntnisse allerdings, die bei der akademischen Lehrerbildung wissenschaftspraktisch und wissenschaftsdidaktisch nicht unbedingt immer handlungsleitend sind. Wenn zum Beispiel wissenschaftliche Begriffe nicht selten so eingeführt werden, dass es schwer fällt, den pragmatischen Sinn des Theoretisierens zu erkennen. (Didaktischer Praktizismus macht allerdings auch kein tragfähiges Gegenkonzept aus. In einer wie auch immer verwissenschaftlichen Welt kann man mit Alltagstheorien des Unterrichtens schon längst nicht mehr auskommen.)Was aber sind die konkreten Praxisfelder des didaktischen Coachings? Zunächst ein paar Beispiele für jene Situationen, in denen es vor allem auch aufs didaktische Sach- und Fachwissen ankommt (Erläuterungen finden Sie über die Verweise):

das Unterrichtsgespräch

die Sprache als Werkzeug des Denkens

die Begriffssprache im Sachunterricht

die Textkompetenz Lernender: Analyse und Diagnose

Bildungsstandards als Orientierungsrahmen

Didaktische Medienkompetenz

Die Situation didaktischer Beratung und Begleitung kann außerordentlich komplex sein; und sie ist es, allein schon vom Bereich der Beratung her. Denn die Beratung kann sich auf das Unterrichtsgeschehen, auf die Unterrichtsvorbereitung und die Unterrrichtsnachbereitung beziehen. Auf das pragmatische, das methodische, das (fach)didaktische und das (fach)theoretische Können und Wissen. Auf (Alltags-)Theorien des Planens, Steuerns und Überdenkens des unterrichtlichen Handelns. Auf das Verständnis der Bedingungen und der Folgen didaktischer Interventionen bei Lernprozessen – und auf Verständnisse von Lernen und Lehren. Und so weiter und so fort.

Der Ausgangspunkt der Beratung wird, wie unterschiedlich auch die Anlässe, die Themen, die Inhalte des Coachings von Fall zu Fall gewählt und vereinbart sein werden, fast immer diese sein: Die Beratung nimmt zunächst Bezug auf jene didaktischen Probleme, die die zu beratende Person selbst wahrnimmt.

Die Anlässe der Beratung werden dabei recht verschieden sein können. Sei es zum Beispiel, dass zwischen der Planung und der Durchführung des Unterrichts eine Diskrepanz besteht, die mit einem eher engen Verständnis der Planbarkeit, der Steuerbarkeit und der Beeinflussbarkeit unterrichtlichen Geschehens zusammenhängt. Sei es etwa, dass zwischen dem professionell artikulierten Knowing That und dem professionell exemplifizierten Knowing How ein auffälliger Bruch zu erkennen ist. Sei es womöglich, dass eine Theorie des Lernens praktiziert wird, die eher die eigene Lerner- und Schulbiografie reflektiert als eine praktisch tragfähige, eine praktische Theorie des Lernens und des Lehrens. Usw.
 
Die Wahl der Methoden der didaktischen Beratung und Begleitung spielt bei alledem von Fall zu Fall eine entscheidende Rolle.