Fachtagung Medienerziehung, Luxemburg, Herbst 2006:

Medien im Fach Deutsch (Kurs Sek I/Sek II)

Die Neuen Medien des Lehrens und Lernens im Deutschunterricht: aktuelle Entwicklungen, konkrete Beispiele, fachdidaktische Konzepte, fachwissenschaftliche Grundlagen, pŠdagogische Anforderungen

Schwerpunkte der Tagung:

  1. Medien im Deutschunterricht: Curricula und Projekte

  1. Medien als Werkzeuge des Denkens und der VerstŠndigung: Theorie(n)

  2. Didaktische Medien, Mediendidaktik: fachliche Konzepte und Projekte

  1. Medien des Deutschunterrichts der Sekundarstufe(n): Beispiele, †berblick, Hinweise

  2. Der Computer als Werkzeug des Arbeitens, Denkens und Lernens im Literaturunterricht: exemplarische Demonstration

  1. Medien des sprachlichen, literalen und Šsthetischen Lernens und Lehrens: didaktische Standards

  1. Weitere Informationen: Unterrichtsprojekte, Schulnetzwerke, didaktische Web-Adressen

  2. Literatur, Materialien, Adressen

ErlŠuterungen: 

Zu 0.: Medien sind sowohl Gegenstand als auch Werkzeug des Lehrens und Lernens im Deutschunterricht. Mediendidaktische LehrplŠne enthalten in der Regel Feststellungen darŸber, wie Medien zu thematisieren sind – und stellen dabei allzu oft auf eine denn doch eher abstrakte Medienkritik ab, bei der die Perspektive des naiven Rezipienten mit der Perspektive des professionellen Produzenten leider nur verwechselt wird. Wenn aber stimmt, dass man (frei nach Kant) am Ende nur versteht, was man kann, dann hat der Unterricht Ÿber Medien auch das VerstŠndnis der Herstellung, des Gebrauchs, der Beschreibung und der Bewertung der Medien als Technologien des Geistes zu fšrdern! Und wie das? Exemplarische Schulprojekte der gymnasialen Oberstufe zeigen es: Jugendliche lernen, ihre eigenen computergestŸtzten VerstŠndigungs- und Denkwerkzeuge zu entwickeln. Und entwickeln so ihre eigene Medienkompetenz.

Zu 1.: Die Sprache, die Schrift, der Text das Bild, die audiovisuellen und die digitalen Medien gelten zu Recht als Werkzeuge der VerstŠndigung, des Verstehens, des Denkens, Lernens und Wissens. Aber inwiefern zu Recht? Bilden Medien die Dinge ab, wie sie sind? Oder erzeugen sie unsere Bilder der Šu§eren, der inneren und der sozialen Welten? Stimmen also eher Abbildtheorien, oder stimmen eher (Radikal-)Konstruktivistische Theorien des Mediums, der MedialitŠt? Aktuelle wissenschaftliche Theorien sprechen eher dafŸr, dass weder die eine, noch die andere Medientheorie stimmt – und die Dinge etwas anders liegen...