2. Didaktische Medien, Mediendidaktik: fachliche Konzepte und Projekte

Was didaktische Medien ausmacht und was sie wert sind, erkennt man dann, wenn man über eine tragfähige Theorie didaktischer Medien verfügt.

Neue Szenarien, neue Situationen des Lernens; veränderte Lernumwelten

Eine andere lern- und unterrichtswissenschaftliche Perspektive:

Neue Formen der Aneignung von Wissen (und Können). Formen, die auch unterrichtstheoretisch gesehen durchaus zweckmäßig sind. Das Netz als Lernumgebung fördert das problemzentrierte, projektorientierte, das wissensbasierte und wissensfördernde, das kooperative und das individuelle Lernen - geeignete Technologien der Kommunikation und Kooperation und angemessene Medien der Präsentation und Repräsentation vorausgesetzt.

Was da geeignet und was angemessen ist, versucht man gegenwärtig herauszufinden; bei schulbezogenen Modellprojekten wie bei hochschulbezogenen Modellversuchen.

Die Konzepte der Gestaltung didaktischer Medien ähneln einander lernwissenschaftlich gesehen durchaus:

Man konstruiert Szenarien, die die Wahrnehmung, das Verständnis und die Lösung von Problemen ermöglichen, die einen besonderen Bezug zu den Themen des Unterrichts und zum Bildungskanon haben. Dem kommt die digitale Technologie durchaus entgehen: interaktives Lernen ist möglich.

Aber - computertechnisch mögliche Verzweigungen und Verknüpfungen von Lerninhalten sind eines; didaktisch und fachlich zweckmäßige Verzweigungen von Lernwegen etwas anderes. Didaktische Phantasie oder technologisches Know-How? Computertechnische Interaktivität und didaktische Interaktivität!

Qualität hypermedialer Bildungsangebote: Text-, Hypertext-, Text-Bild- und Hypermedia-Qualitätstandards

3. Medien des Deutschunterrichts der Sekundarstufe(n): Beispiele, Überblick, Hinweise